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Vita 1970 in Offenbach am Main geboren, lebt in Wiesbaden und Hamburg 1990 Beginn des Studiums der Kunstgeschichte, Komparatistik und Ethnologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Seit 1993 regelmäßige Mitarbeit bei verschiedenen deutschen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften. Musik- und Ausstellungskritiken sowie allgemeinere Texte zu kulturellen Themen. Unter anderem für: Der Standard, Der Tagesspiegel, Flash Art, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jungle World, kunsttermine, Mare, Neue Zürcher Zeitung, Photonews, 1994 bis 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im „Archiv für afrikanische Musik“ der 1996 Magister Artium in Kunstgeschichte zum fotografischen Werk von Hans Bellmer 1997 bis 2002 Kurator und Mitinhaber der Galerie „kunstadapter“ in Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt junge europäische Fotografie. Künstlerische Leitung der Biennale „Fotografie- und Medienkunstpreis der Stadt Wiesbaden“ und freie Kuratorenschaften Zahlreiche Katalogbeiträge und eigene Buchveröffentlichungen Marc Peschke im studio 01 ub. WIESBADEN Woher kommt diese Vertrautheit mit dem Fremden, dieses Gefühl der inneren Nähe zum eigentlich Unbekannten? Schreiben wir unsere eigene Wahrnehmung groß, wenn Sprache und Lebensgewohnheit unverständlich bleiben? Führt die Reise in die Ferne uns auf diese Weise zum eigenen Selbst zurück? Die Fotografien Marc Peschkes, die derzeit unter dem Motto "After this darkness there is another" das Studio 01 verwandeln, scheinen dieses Phänomen zu illustrieren. In Portugal und in Montenegro entstanden die digitalen Arbeiten. Und anderswo im Süden - an Orten, die keine blaue Stunde kennen, wo die Metamorphose der Tageszeiten ohne Übergang ist und jede Neonreklame die nächtliche Samtschwärze noch dunkler werden lässt. Peschkes Digitalarbeiten zeigen nocturne Wegmarken. Eine Buddha-Statue, ein Graffiti scheinen auf als weißer, als goldener Scherenschnitt. Fenstervierecke leuchten. Schimmernd: Interieur-Andeutungen. Landschaften lassen sich erahnen, ein Bootssteg, eine Straße ins Nirgendwo. Der Künstler zeigt aus individueller Wahrnehmung Generiertes, intim Anmutendes, Details individuell gefilterter Wirklichkeit. Entschlüsselbar ist das Gezeigte nur im Rekurs auf eine subjektive Lesart. Und so steht es jedem Betrachter frei, Eigenes wiederzufinden.
bis 11.10., Herderstr. 11, do., 17-19, sa., 15-17 room55.de | Lyfestyle | SEPTEMBER 2008„After this Darkness there is another“ Marc Peschke in der Galerie studio_01 in Wiesbaden. ____________________________________________ Marc Peschke Frankfurt - photomorrow.de Marc Peschke: „After This Darkness There Is Another“ - Die Arbeiten Peschkes heben sich in ihrer zurückgenommenen Stimmung wohltuend ab vom Habitus virulenter Positionen der künstlerischen Fotografie, die in ihrer Machart nurmehr dem ersten Eindruck geschuldet scheinen und wie in der Werbefotografie in der Funktion eines eye-catchers schnell ersichtlich und leicht konsumierbar sind. Die nächtlichen Novellen Peschkes dagegen vermögen gerade beim näheren Hinsehen ihre volle Faszination zu entfalten, ohne ihr Geheimnis gänzlich zu offenbaren. Die weiträumige, mitunter sehr schön nuancierte Schwarzheit und die beinahe-Abwesenheit von Licht bei gleichzeitiger Betonung weniger, teilweise winziger Spots, lässt die Bedeutung des Inhalts in den Bildern Peschkes umso mehr hervorscheinen und verleiht den Ideen, die uns in den Sinn kommen mögen, durch die bei der Betrachtung erforderliche Kontemplation, ihren Raum. Menschliche Spuren zeigen sich in Chiffren, Zivilisation taucht blitzartig aus dem Dunkel auf, um genauso schnell wieder im scheinbaren Nichts zu verschwinden.
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Ausstellungsdauer: 19.09. - 11.10.2008 Vernissage | 19.09.2008 | ab 19 h Finissage | Freitag 10.10.2008 | 19 - 21h Öffnungszeiten | do. 17-19h | sa. 15-17h | und nach Vereinbarung weitere Infos: Bilder | Text finden Sie hier |
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